Elektrofischen

Elektrofischen

An manchen Herbsttagen  kann man unser Personal mit einer sehr ungewöhnlichen Ausrüstung im Fluss waten sehen. Es handelt sich dabei um die Ausrüstung zum Elektrofischen.

Jedes Jahr fischen wir bestimmte Bereiche des Flusses mit dem Elektrorerät ab, um uns über einen längeren Zeitraum hinweg ein verlässliches Bild von der Bestandsentwicklung in der Mörrum zu machen. Die Bereiche werden mit größter Sorgfalt gewählt um ein so genaues Bild von der gesamten Produktion im Fluss als möglich zu erhalten. Viele dieser Bereiche werden seit Jahrzehnten in regelmäßigen Abständen befischt, während manche Bereiche neu hinzukommen, um beispielsweise den Effekt von Biotopverbesserungen zu kontrollieren.
Mit Hilfe des Elektrostabes wird ein Stromkreis für 4-8 Sekunden geschlossen, um die Fische anzuziehen beziehungsweise zu betäuben. Die durch den elektrischen Strom betäubten Fische werden mit einem Kescher aufgefangen und in einem Eimer gesammelt. Beim Elektrofischen arbeitet man immer zu zweit – der eine fischt mit dem Elektrostab und der andere hält den wassergefüllten Eimer mit den Fischen und die erforderlichen Stromkabel.
Nach Abschluss des Fischens und nachdem alle gefangenen Fische artbestimmt, vermessen, gewogen und im Elektrofischprotokoll eingetragen wurden wird der gesamte Fang wieder schonend in den Fluss zurückgesetzt. Um den Stress beim Hantieren der Fische zu minimieren, werden diese vorher betäubt. Bevor die Fische in ihre natürliche Umgebung zurückgesetzt werden, wachen sie in frischem Flusswasser auf.
Für das Elektrofischen sind sowohl spezielle Genehmigungen zu beantragen, als auch verschiedene Ausbildungen erforderlich.
Alle eingesammelten Daten müssen nach der praktischen Arbeit am und im Wasser an das Eletrofischverzeichnis weitergeleitet werden.
Das Elektrofischverzeichnis untersteht dem Institut für ”Aquatische Ressourcen” , einem Teil der Schwedischen Universität für Landwirtschaft.

 Hier können Sie selber in alten Protokollen über das Elektrofischen suchen