Männchen oder Weibchen?

Männchen oder Weibchen?

Es ist nicht immer einfach, den Unterschied zwischen Männchen und Weibchen zu sehen, da sowohl Lachs als auch Meerforelle ihr Aussehen im Laufe der Saison ändern. Wir hoffen, dass Ihnen die folgende Information helfen wird, zu bestimmen welchen Fisch Sie gefangen haben

 

Der Lachs

Das Lachsmännchen ist der Fisch, der die grösste Veränderung seines Erscheinungsbildes durchmacht. Beim Aufstieg dieser Fische im April und Mai sind sie silberblank und in guter körperlicher Kondition. In diesem Zeitraum ist es fast unmöglich den Unterschied zwischen Männchen und Weibchen zu sehen. Das Männchen hat in dieser Zeit lediglich einen etwas längeren Ober- und Unterkiefer. Im Laufe der Saison wird der Kopf des Milchners immer grösser und der Unterkiefer entwickelt sich zu einem kräftigen sog. Laichhaken aus. Die Farbe des herbstlichen Laichkleides ist braunschwarz mit einem  roten Muster. Das Weibchen macht im Herbst meistens einen “grossen und langen” Eindruck. Ihr Kopf ist bedeutend kleiner als der des Männchen und es hat keinen Laichhaken. Es hat aber trotzdem einen kleinen Fortsatz am Unterkiefer, der nicht mit dem Haken des Männchen verwechselt werden darf. Im Herbst variiert die Farbe des Rogners zwischen braunschwarz und blaulila (meistens am Bauch); das rötliche Muster, das das Männchen besitzt, fehlt ihr. Die meisten Punkte liegen bei den Lachsen oberhalb der Seitenlinie. 

 

 Die Meerforelle  

Die Meerforellen haben meistens viele Punkte, die über den ganzen Körper verteilt sind, also auch unter der Seitenlinie. Wie alle anderen Männchen hat auch der Meerforellenmilchner einen Laichhaken, der jedoch nicht so groß ist wie der des Lachses. Das Meerforellenweibchen hat keinen Laichhaken, jedoch einen warzenartigen Auswuchs, der nicht mit dem Haken des Männchens verwechselt werden darf. 

Im Frühjahr können zwei „Formen“ auftreten – einerseits Fische , die im Fluss überwintert haben und andererseits silberblanke, gut konditionierte Fische, die frisch aus dem Meer aufgestiegen sind, sogenannte „Blänkare“ oder „Grönländer“. Die überwinternden Fische sind oft sehr schlank und in schlechterer körperlicher Verfassung.

Die Meerforellen machen oft einen kompakteren Eindruck als die Lachse, wobei die Weibchen etwas schmaler sind.

 

Die Hybriden

Es ist sehr schwierig das typische Aussehen eines Hybriden zu beschreiben, da das Erscheinungsbild sehr stark variiert. Der Fisch ist eine Kreuzung zwischen Lachs und Meerforelle und hat daher Artmerkmale beider Arten. Wir, die täglich entlang des Flusses arbeiten, „verdächtigen“ einen Hybrid, sobald wir den Fisch nicht einer der beiden anderen Arten zuordnen können. In Fällen des Zweifels schicken wir immer eine Gewebeprobe zur genetischen Analyse. Die Männchen gleichen dem Aussehen der Lachs- oder Meerforellenmilchner und die Weibchen den Lachs- oder Meerforellenrognern. 

Sollten sie unsicher sein, was Ihren Fang angeht oder möchten Sie mehr Information, so sind sie herzlich bei uns im Sportangelkontor willkommen.