Blanklachsfischerei

Blanklachsfischerei

Unsere größte Herausforderung! Es ist immer schwer vorherzusagen wie die Saison wird und sichere Tips zu geben ist fast unmöglich. Die Fischerei auf die grossen blanken Lachse kann sehr unterschiedlich sein, da die Wasermenge zwischen 9 und 60 m3/Sekunde liegen kann und die Wassertemperatur zwischen 8 und 20 Grad. Normalerweise werden die ersten frischaufsteigenden Lachse im Monatswechsel von April und Mai gefangen. In diesem Zeitraum haben wir meistens viel Wasser im Fluss und eine Wassertemperatur um die 10-12 Grad Celsius. 

Fliegen

Bei der Fischerei auf die ersten Blanklachse des Jahres und entsprechend niedriegen Wassertemperaturen können die gleichen Fliegen verwendet werden wie im zeitigen Frühjahr, also grössere Muster mit einer Schwingenlänge zwischen 6 und 10cm. Die Farben der Fliegenmuster sind nicht so ausschlaggebend, es handelt meistens darum ”den richtigen Fisch” zu finden. Gängige Farben sind orange, braun, schwarz, ginger und alle Farben der Beissfliegenserie. Bei fallender Wassermenge und steigender Wassertemperatur in der zweiten Maihälfte sind meistens kleinere Fliegen das richtige Mittel um einen Blanklachs an den Haken zu bekommen. Die Fliegenmuster sind identisch, doch liegt die Schwingenlänge dann meistens zwischen 2 und 5 cm. Sobald das Wasser noch wärmer und klarer wird, dominieren dunklere Fliegen und Muster in gedämpften Farben. ”KHK 13”, Beissfliegen, Black &Silver und die klassische ”Wollsocke (Ullsock) sind eine sichere Wahl.

Beim Spinnfischen sollte man Wurfgewichte zwischen 10 – 15 gr verwenden und die Angelrolle sollte zwischen 150 und 200m 35er Schnur fassen. Die  ”Spinnfliege” ist eine bewährte Methode, aber auch Wobbler, Spinner und Blinker können verwendet werden. Beim Fischen mit der Spinnfliege empfiehlt es sich die gleichen Muster zu verwenden wie beim Fischen mit der Fliegenrute.  Je wärmer das Wasser wird, desto kleiner und dunkler sollten im allgemeinen die verwendeten Köder werden.

Fliegenschnüre

Bei der Fischerei auf die frisch aufsteigenden Lachse werden im Grunde nur Schwimm-, Intermediate- oder Sinktipschnüre verwendet. Diese können dann gegebenenfalls noch mit diversen Sinkvorfächern, also sogenannten ”Polyleaders” kombiniert werden. Man braucht nicht so tief wie im zeitigen Frühjahr zu fischen, da die Lachse meistens nach der Fliege steigen.  Die Wahl der Vorfachstärke ist abhängig von der Wassermenge und der Fliegengrösse. Wir empfehlen die Verwendung von Vorfachstärken zwischen 0,35mm bis 0,45mm Monofil oder Flourocarbon.

Angelruten

Bei einer Wasserführung von  über 25-30 m3/Sekunde ist es vorteilhaft längere Zweihandfliegenruten zu verwenden (15 ft.) Bei geringerer Wasserführung kann man auch kürzere Ruten benutzen (12-14ft.).Die  längeren Ruten  bieten den Vorteil, einen grossen Fisch im Drill besser steuern zu können und die Leine über eventuelle Steine und andere Hindernisse heben zu können.

Angelstrategie

Jetzt fischt man die Köder mit höherer Geschwindigkeit als im zeitigen Frühjahr. Die Lachse reagieren oftmals besser auf eine Fliege, die sich ihrem Standplatz mit hoher Geschwindigkeit nähert. Je wärmer das Wasser wird, desto mehr ”winkelt” man die Würfe. Manchmal hilft es die Schnur stromab zu ”menden”, um die Geschwindigkeit der Fliege noch mehr zu erhöhen. Die Lachse stehen oft an den Nacken der Pools oder an den Strömungskanten von etwas grösseren Steinen. Solange das Wasser des Flusses noch kallt ist, werden die meisten Lachse zwischen 9.00 und 17.00 Uhr gefangen, also mitten am Tage. Dies ändert sich mit steigender Temperatur! Bei steigender Temperatur ist die Fischerei am frühen Morgen sehr vielversprechend, da sich das Wasser über Nacht immer ein wenig abkühlt.